Archiv | Januar, 2012

Wanted: Spanisches Dessert

29 Jan

Gestern Abend waren meine Schwiegereltern zum Paella-Essen da. Meine Variante bestand aus Garnelen, Miesmuscheln, Hühnerschenkeln und Schweinelende, Erbsen, Tomaten und roter Paprika. So ein aufwändiges Essen braucht einen würdigen Abschluss – dachte ich mir und wälzte meine spanischen Kochbücher. Dabei habe ich mal wieder festgestellt, dass ich die spanische Küche prinzipiell sehr gerne mag. Nur: die Desserts sind herzlich unspektakulär:  Creme Catalana (die spanische Variante der Crème brûlée), fritierte Teigwaren, diverse Mandelkuchen. Das war’s im großen und ganzen. Also habe ich mir selbst was überlegt. Es gab ein karamellisiertes Walnußparfait mit zweierlei Orangen. Hört sich aufwändig an, ist es auch. Ohne Kühlzeit braucht man etwa eine Stunde, aber da fast alles im Vorfeld zu machen ist, ist es perfekt für Gäste.

Ihr braucht für vier Personen:

3 Orangen, 3 Blutorangen
350 ml Sahne
5 ganz frische Eigelb
6 EL Zucker
1 EL Walnußöl
100 g Walnüsse
1 EL Raps- oder Sonnenblumenöl
30 g Butter, geschmolzen

So geht’s:

1. Die Orangen filetieren, den Saft aus den Resten auspressen und das Ganze verschlossen in den Kühlschrank zum durchziehen.

2. 2 EL Zucker ganz langsam karamellisieren lassen. Während dessen einen Teller mit dem Rapsöl ausstreichen. Die Hälfte der Walnüsse grob zerbrechen und zum Karamell geben. Dann schnell auf den Öl-Teller und mit einer Gabel so auseinander ziehen, dass die Nüsse nicht aneinander kleben. Zur Seite stellen.

3. 300 ml Sahne steif schlagen und kühl stellen. Die Eigelbe mit 1 EL Zucker schaumig schlagen, das Walnußöl unterrühren. Die andere Hälfte der Walnüsse im Mörser fein zermahlen und zur Eimasse geben. Die Sahne und die karamellisierten Walnüsse unterheben. In Silikonförmchen oder eine Backform geben und für mindestens zwei Stunden gefrieren lassen.

4. Kurz vor dem Servieren 3 EL Zucker ganz langsam karamellisieren lassen. Die geschmolzene Butter und 50 ml Sahne (zimmerwarm) dazu geben und kräftig rühren, so dass ein zähflüssiges Karamell entsteht.

5. Parfait eine Viertelstunde vor dem Servieren aus dem Gefrierfach nehmen, dann mit den Orangen anrichten und das flüssige Karamell darüber träufeln.

6. Schmecken lassen! 😉

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Schokolust

27 Jan

So heißt eines meiner liebsten Back-Schoko-Bücher. Sehr gut finde ich, dass es nicht erst seitenweise Einführungen gibt, sondern es nach zwei kurzen Seiten gleich mit Rezepten los geht. Die Bandbreite der Rezepte geht von Getränken & Desserts über Pralinen bis hin zu Kuchen. Zu meinen Favourites gehören der Schoko-Pistazien-Cake (ein Schoko-Kastenkuchen mit einer köstlichen Pistazienmarzipan-Schicht in der Mitte), das Himbeer-Schoko-Mousse (das ich euch in abgewandelter Form auch mal vorstellen werde) und der Orangenkuchen (damit kann man nämlich auch im Winter mal mit einem Obstkuchen abseits des Apfelkuchens glänzen).

Leider scheint das Buch gerade vergriffen zu sein *klick. Hoffen wir, dass GU bald nachlegt!

Am Sonntag gibt’s wieder was zum selber machen – morgen werde ich produktiv sein :-).

Sparmaßnahmen

22 Jan

Heute nachmittag geht es zu Marion zum Bastel-Workshop, ich freu mich schon, das ist immer so entspannend und nett. Leider ist das Ganze auch immer recht teuer, da man bei den schönen Stempeln, Bändern und Papieren gar nicht weiß, was man zuerst bestellen soll. Deswegen werden schon mal vorsorglich die Dolci rationalisiert ;-). Mein Beitrag zur Kaffeetafel ist also klein, aber fein: Mini-Gugelhupfe. Die Form und das dazugehörige Backbuch habe ich zu Weihnachten bekommen, das Rezept für diese Schoko-Mandel-Gugelhupfe habe ich mir aber selbst überlegt.

Ihr braucht für ca. 18 Stück:

Teig:
1/2 unbehandelte Zitrone
50 g weiche Butter
50 g Puderzucker
1 Prise Salz
1 EL Amaretto
ein paar Tropfen Bittermandelaroma
1 Ei
80 g Mehl
30 g Kuvertüre, gehackt
40 g Mandeln, gehackt

Glasur & Deko:
75 g dunkle Kuvertüre
ein paar Tropfen Sonnenblumen- oder Rapsöl
40 g Mandeln, gehackt

So geht’s:

1. Die Zitrone heiß abwaschen und die Schale fein abreiben. Mit Butter, Puderzucker, Salz, Amaretto und Bittermandelaroma schaumig rühren.

2. Das Ei dazu und nochmal schaumig rühren.

3. Mehl unterrühren und dann die Kuvertüre und die Mandeln dazu.

4. In die Mini-Gugelhupfformen damit und im vorgeheizten Backofen auf 200 Grad ca. 10 min backen. Abkühlen lassen.

5. Die Kuvertüre wieder gaaanz langsam schmelzen, das Öl dazu. Die Mandeln anrösten. Gugelhupfe mit der Kuvertüre bestreichen und mit den Mandeln bestreuen.

6. Schmecken lassen! 🙂

Schokoglück in der Tasse

20 Jan

Ich mag Schnee ja. So prinzipiell. Am 24.12. und auf der Skipiste… In der Stadt, wenn man sich Freitag abends mit den Wochenendeinkäufen nach Hause kämpft aber eher weniger. Das ist dann der Zeitpunkt, an dem ich mir eines meiner liebsten Weihnachtsgeschenke schnappe und mir eine schöne Tasse heiße Schoki mache. 🙂
Falls ihr euch oder einem lieben Menschen also etwas gutes gönnen wollt, kann ich die chocospresso Pralinen von neuhaus wärmstens empfehlen. Der Schenker hat sie in der gut sortieren Schoko-Abteilung eines großen Kaufhauses gekauft, ich hab sie online im neuhaus store gefunden *klick . Was gut ist, denn ich habe gerade die letzte Praline aus der Packung genommen… 😐 In den nächsten Wochen muss ich auch mal schauen, ob es sie im besten Laden der Stadt gibt (aber das wird ein eigener post…).

Für alle, die lieber selbst was machen möchten: Am Sonntag gibt’s wieder was zum backen! Bis dahin, habt ein schönes Wochenende!

Snickers deluxe

15 Jan

So ein Snickers ist schon eine feine Sache. Im Urlaub haben wir meistens ein Notfall-Snickers in der Tasche / im Rucksack dabei – ich werde sehr schnell echt mies gelaunt, wenn ich Hunger bekomme und kein Essen in Sicht ist :-). Daheim esse ich aber irgendwie nie eines, wahrscheinlich weil es zu groß und doch sehr süß ist. Deshalb habe ich diese Erdnuss-Pralinen kreiert, sie erinnern ein wenig an Snickers, sind aber noch feiner. Und ganz leicht gemacht!

Ihr braucht für ca. 40 Stück:

Schicht 1: 150 g Zartbitter-Kuvertüre, ca. 50 g Erdnussbutter (crunchy & gesalzen)

Schicht 2: 100 g Vollmich-Kuvertüre, ca. 100g Erdnussbutter (s.o.)

gehackte Erdnüsse (wer’s ganz perfekt machen will, röstet sie kurz an, geht aber auch ohne)

So geht’s:

1. Die Zartbitter-Kuvertüre ganz langsam im Wasserbad schmelzen, dann die Erdnussbutter unterrühren und das ganze in eine rechteckige, mit Backpapier ausgelegte Form gießen. Das Backpapier ist wichtig, weil ihr sonst wie ich gerade kreativ werden müsst um die Pralinen wieder aus der Form zu bekommen. Einmal hats ohne Backpapier geklappt und schon wird man unvorsichtig… heute habe ich das warme Kirschkernkissen auf die auf dem Kopf stehende Form gelegt… hat aber auch nix genutzt, da musste rohe Gewalt herhalten.

2. Dann die Vollmilch-Kuvertüre ganz langsam schmelzen und die Erdnussbutter unterrühren. Ein bisschen warten, bis sie erkaltet und zähflüssig ist und dann auf die inzwischen auch schon zähe dunkle Masse schütten. Mit einem Holzstäbchen ein bisschen durcheinander wirbeln, dann die gehackten Erdnüsse drauf und fest werden lassen.

3. Aus der Form lösen, in Würfel schneiden und genießen!

Urlaub für den Backofen

12 Jan

Tataaaa! Hier kommt das erste Rezept. 🙂
Ich finde, nach Weihnachtsgans, Plätzchen, Stollen & Co hat auch der Backofen mal eine Pause verdient. Deshalb habe ich für euch ein sehr leckeres Kuchenrezept, für das man nur einen Kühlschrank (oder z.Z. auch einen Balkon) benötigt. Für alle, die jetzt denken, ach, nee, diese Bröselböden kenne ich schon, die werden nie was (ja, ich gehöre auch dazu) – dieser hier ist anders und gelingt euch bestimmt! Außerdem ist in diesem Schoko-Himbeer-Karamell-Cheesecake einfach alles, was gut schmeckt.

Ihr braucht:

Boden &  Karamell:
200 g Butterkekse (Vollkorn am besten)
100g Zartbitter-Kuvertüre
90 g Butter (weich)
100g Zucker
50 ml Schlagsahne

Belag:
400g Himbeeren (TK eignet sich sehr gut)
300g Frischkäse
100g Creme fraiche
3 EL Zucker
2 Blatt weiße Gelatine
200 ml Schlagsahne

Deko:
Zartbitter-Kuvertüre

1. Kuvertüre langsam schmelzen (in zwei Pralinenkursen habe ich hauptsächlich das langsame und auf keinen Fall zu warme schmelzen von Kuvertüre gelernt – so wird die Schoki nicht grau oder klumpig. Also lieber ein bisschen Zeit lassen.). Kekse zerkrümeln, am besten geht das mit dem Mahlaufsatz vom Pürierstab/der Küchenmaschine, man kann sich aber auch mit Gefrierbeutel und Nudelholz behelfen. Kuvertüre mit 60 g Butter und Keksen vermischen und in eine mit Backpapier ausgelegte Springform drücken, das geht am besten mit dem Kartoffelstamper (ja, wirklich). Andernfalls eine Winkelpalette oder einen großen Löffel nehmen. Ab damit in den Kühlschrank, bis der Rest fertig ist.

2. Das Karamell: ich muss zugeben, dass ich für diesen Kuchen die erste Ladung Karamell gleich mal in den Müll gekippt habe. Das hatte nix mehr von Daim, sondern hat eher an Grillkohle erinnert :-(. Also mein Tipp an euch: den Zucker gaaaaanz langsam (ja, noch langsamer als bei der Schoki) schmelzen lassen. Dann vom Herd ziehen, die restliche Butter und die Sahne dazu. Wenn Butter und Sahne zu kalt waren, mag das der Zucker nicht und wird eventuell hart. Das lässt sich durch aufkochen wieder rückgängig machen. Dann den Karamell abkühlen lassen, bis er zähflüssig ist und spiralförmig auf dem Boden verteilen.

3. Himbeeren drauf.

4. Nun kommt der Belag: Gelatine in kaltem Wasser einweichen, Sahne steif schlagen. Frischkäse, Creme fraiche und Zucker glatt rühren, 4 EL davon mit der Gelatine verrühren und erwärmen, bis sich sich die Gelatine aufgelöst hat, dann unter die restliche Frischkäse-Masse geben. Sahne unterheben und das Ganze auf den Himbeeren verteilen. Mind. 3 Stunden kalt stellen.

5. Von der Kuvertüre feine Späne abhobeln (das geht am besten mit einem Sparschäler) und auf dem Kuchen verteilen.

6. Schmecken lassen! 🙂

Willkommen…

6 Jan

…. in der Welt von Schokolade, Karamell und Früchten!

Von nun an möchte ich mein liebstes Hobby – Süßes & Schokoladiges – mit euch teilen. Ich hoffe, die Rezepte gelingen euch mindestens genau so gut wie mir und ihr habt viel Spaß beim Verzehren der Köstlichkeiten.

Mit diesem Blog haben nun auch endlich der dolci-Verzehrer Nummer 2 und ich ein gemeinsames Hobby – er fotografiert sehr gerne und ist für die Fotos auf diesem blog zuständig. Lob & Kritik gebe ich gerne weiter ;-).

Nächste Woche geht es mit dem ersten Rezept los!

Bis dahin alles Liebe,

eure Steffi

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