Tag Archives: Dessert

31.12.2011, 22.30 Uhr

26 Feb

Bevor es die noch versprochenen Rezepte für Birnenkuchen und Macarons gibt, muss ich zunächst – solange es noch gute Orangen gibt – den Abschluss unseres Silvester-Dinners posten.  Nach einem Räucherlachs-Tartar an Salat, einem Steinpilz-Champignon-Süppchen und Tagliatelle mit Streifen vom Rinderfilet, Radicchio und Walnüssen (ich habe zwar gerade gegessen, aber wenn ich das so lese, bekomme ich wieder Hunger… 😉 ) gab es natürlich noch ein Dolci. Und zwar ein Schoko-Orangen-Mousse auf einem Blutorangen-Ragout. Das war perfekt zum vorbereiten – wenn die Gäste da sind, muss man nämlich nur noch anrichten. Und ich fand die Kombination aus reichhaltiger Mousse und den frischen Orangen sehr stimmig. Die Gäste anscheinend auch – es ist zumindest nichts übrig geblieben :-).

Ihr braucht für vier Personen:

150 g Zartbitter-Kuvertüre
250 g Sahne
1 Ei
2 EL Orangenlikör
2 EL Zucker
6 Bio-Blutorangen
200 ml Blutorangen-Saft
1/2 TL Agar Agar

So lang dauert’s: etwa 40 min + mind. 3 Stunden Kühlzeit

So geht’s:

1. Die Kuvertüre im Wasserbad gaaaanz langsam schmelzen und dann ein wenig abkühlen lassen.

2. Von einer Blutorange die Schale fein abreiben.

3 Die Sahne steif schlagen.

4. Das Ei kurz schaumig schlagen, die Kuvertüre darunter rühren. Orangenlikör und -schale dazu geben. Die Sahne unterheben. Die Mousse für mind. 3 Stunden kühl stellen.

5. Die Blutorangen filetieren.

6. In einem Topf den Zucker karamellisieren lassen. Mit dem Blutorangen-Saft ablöschen, das Agar Agar dazugeben und einmal kurz aufkochen.  Den Herd ausschalten, den Saft aber noch 10 min auf der heißen Herdplatte ohne Deckel stehen lassen. Dann die Filets dazu geben und im Kühlschrank abkühlen lassen (der Saft wird dann zu einer zähflüssigen Soße).

7. Die Mousse mit dem Blutorangen-Ragout anrichten.

8. Schmecken lassen! 🙂

Amarenakirschen, Teil 2

12 Feb

Gestern Abend waren meine Freundin & Kollegin Anja und ihr Mann zum Essen da. Eine gute Gelegenheit, um die restlichen Amarenakirschen in ein leckeres Dessert zu verwandeln. Es gab ein lauwarmes Kirsch-Schoko-Küchlein im Glas, das in der Mitte noch ein wenig flüssig war. Jaaa, was ganz was leichtes ;-).

Ihr braucht für vier:

150 g Butter
150 g dunkle Kuvertüre
2 Eier
50 g Zucker
100 g Mehl
1 Glas Amarenakirschen
200 g Sahne

So lang dauert’s: 30 min + 10 min Backzeit

So geht’s:

1. Die Butter und die Kuvertüre in einer Schüssel im warmen Wasserbad (wenig Hitze!)  langsam schmelzen lassen.

2. 12 Amarenakirschen zur Seite legen, den Rest grob hacken. Den Sirup aufheben!

2. Die Eier mit dem Zucker schaumig rühren. Die geschmolzene Schokomasse, das Mehl, die gehackten Amarenakirschen und 2 EL vom Sirup unterrühren. In vier ofenfeste Gläser oder Tassen füllen und im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad (Umluft 160 Grad) ca. 10 min. backen.

3. Die Sahne halbsteif schlagen. Ein Küchlein im Glas auf den Teller stellen, je drei Amarenakirschen und 2 EL Sirup obendrauf. Daneben die Sahne anrichten und mit dem restlichen Sirup verzieren.

4. Schmecken lassen :-).

Amarenakirschen, Teil 1

4 Feb

Eigentlich wollte ich heute mit meiner Freundin Sandra in den besten Laden der Stadt und einer Stunde ungehemmten Schoko-Konsums frönen :-). Leider ist die Arme aber schon die ganze Woche schlimm erkältet gewesen und selbst die Aussicht auf die vielen Glückshormone hat keine Spontanheilung nach sich gezogen. Deshalb bin ich dann nur kurz in die Neuhaus-Abteilung eines großen Kaufhauses (ich habe mir ein Kleidungs- und Kosmetik-Shopping-Verbot bis Ende März auferlegt, aber es ist Winter, es ist viel los in der Arbeit – irgendwie muss man sich ja belohnen ;-)). Dort habe ich auch noch zwei Gläser Amarenakirschen gekauft. Ich liiieeebe Amarenakirschen. Sie veredeln jedes Schoki-Dolci und schmecken so wunderbar intensiv nach Kirsche. Wieder daheim habe ich dann das Waffeleisen rausgeholt und in nur 20 Minuten einen würdigen Ersatz für die Schlemmereien im besten Laden der Stadt kreiert:

Ihr  braucht (für zwei Personen):

50 g Zartbitter- oder Vollmilchkuvertüre
1 Ei
1 Prise Salz
100 g Mehl
175 g Buttermilch
2 EL Zucker
100 – 150 ml Sahne (je nach Belieben)
etwa 12 Amarenakirschen mit Sirup

So geht’s:

1. Die Kuvertüre im Wasserbad ganz langsam schmelzen lassen.

2. Das Ei trennen,  das Eiweiß mit dem Salz steif schlagen, das Eigelb mit Mehl, Buttermilch und Zucker glatt rühren. Den Eischnee unterheben.

3. Das Waffeleisen heizen, dann nach Belieben ein kleines Stückchen Butter rein und etwa 3 EL von dem Teig und die Waffel backen. Diesen Vorgang wiederholen, bis 4 Waffeln gebacken sind.

4. Während die Waffeln backen die Sahne steif schlagen.

5. Nun gehts ans anrichten: 1-2 Waffeln auf einen Teller, etwas von der geschmolzenen Schoki darüber träufeln. Einen dicken Klecks Sahne in die Mitte und ein paar Amarenakirschen mit Sirup auf die Sahne.

6. Schmecken lassen :-).

… und nächste Woche gibts noch ein Amarenakirschen-Rezept (Anja, falls du das liest, ja, es gibt was mit Amarenakirschen zum Nachtisch ;-)).

Wanted: Spanisches Dessert

29 Jan

Gestern Abend waren meine Schwiegereltern zum Paella-Essen da. Meine Variante bestand aus Garnelen, Miesmuscheln, Hühnerschenkeln und Schweinelende, Erbsen, Tomaten und roter Paprika. So ein aufwändiges Essen braucht einen würdigen Abschluss – dachte ich mir und wälzte meine spanischen Kochbücher. Dabei habe ich mal wieder festgestellt, dass ich die spanische Küche prinzipiell sehr gerne mag. Nur: die Desserts sind herzlich unspektakulär:  Creme Catalana (die spanische Variante der Crème brûlée), fritierte Teigwaren, diverse Mandelkuchen. Das war’s im großen und ganzen. Also habe ich mir selbst was überlegt. Es gab ein karamellisiertes Walnußparfait mit zweierlei Orangen. Hört sich aufwändig an, ist es auch. Ohne Kühlzeit braucht man etwa eine Stunde, aber da fast alles im Vorfeld zu machen ist, ist es perfekt für Gäste.

Ihr braucht für vier Personen:

3 Orangen, 3 Blutorangen
350 ml Sahne
5 ganz frische Eigelb
6 EL Zucker
1 EL Walnußöl
100 g Walnüsse
1 EL Raps- oder Sonnenblumenöl
30 g Butter, geschmolzen

So geht’s:

1. Die Orangen filetieren, den Saft aus den Resten auspressen und das Ganze verschlossen in den Kühlschrank zum durchziehen.

2. 2 EL Zucker ganz langsam karamellisieren lassen. Während dessen einen Teller mit dem Rapsöl ausstreichen. Die Hälfte der Walnüsse grob zerbrechen und zum Karamell geben. Dann schnell auf den Öl-Teller und mit einer Gabel so auseinander ziehen, dass die Nüsse nicht aneinander kleben. Zur Seite stellen.

3. 300 ml Sahne steif schlagen und kühl stellen. Die Eigelbe mit 1 EL Zucker schaumig schlagen, das Walnußöl unterrühren. Die andere Hälfte der Walnüsse im Mörser fein zermahlen und zur Eimasse geben. Die Sahne und die karamellisierten Walnüsse unterheben. In Silikonförmchen oder eine Backform geben und für mindestens zwei Stunden gefrieren lassen.

4. Kurz vor dem Servieren 3 EL Zucker ganz langsam karamellisieren lassen. Die geschmolzene Butter und 50 ml Sahne (zimmerwarm) dazu geben und kräftig rühren, so dass ein zähflüssiges Karamell entsteht.

5. Parfait eine Viertelstunde vor dem Servieren aus dem Gefrierfach nehmen, dann mit den Orangen anrichten und das flüssige Karamell darüber träufeln.

6. Schmecken lassen! 😉

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